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Ernährung bei Migräne

Die Ernährung ist bei Migräne nicht zu unterschätzen – sie ist ein möglicher Triggerfaktor. Fette, Konservierungsstoffe, bestimmte Lebensmittel – es ist wichtig zu wissen, welche Lebensmittel eine Migräne auslösen können. Denn die richtige Ernährung kann entscheidenden Einfluss auf das Entstehen von Migräne nehmen.

Kurz erklärt: Migräne und Triggerfaktoren

Wissenschaftler sind der Meinung, dass das Gehirn von Migränepatienten empfindlicher reagiert als das von gesunden Menschen. Äußere und innere Einflüsse, die Migräneanfälle provozieren, werden Triggerfaktoren genannt. Auslöser für Migräne sind so verschieden und individuell wie die Menschen selber. Schlafmangel, Stress oder Wetterwechsel sind nur wenige dieser Trigger, die Migräne hervorrufen und oft einen Strich durch den geplanten Alltag machen.

Doch auch zwischen der Ernährung und Migräne gibt es einen Zusammenhang. Denn Experten sind sich sicher, dass neben den genetischen Faktoren auch die richtige beziehungsweise falsche Nahrung einen erheblichen Einfluss auf Migräneattacken hat.

Tipps zur Ernährung bei Migräne

Ist Schokolade in der Ernährung bei Migräne erlaubt?
Bestimmte Lebensmittel sind Trigger von Migräne

Eine ausgewogene Ernährung ist generell wichtig, um gesund und fit durchs Leben zu gehen. Wer an Migräne leidet, sollte aber umso mehr darauf achten, welche Lebensmittel er zu sich nimmt. Aber: Nicht jede Form der Ernährung ist unweigerlich ein Triggerfaktor für eine Migräne – und auch Heißhungerattacken auf bestimmte Lebensmittel wie Schokolade oder Süßigkeiten lösen nicht die Migräne aus, sondern sind quasi nur Vorboten der Schmerzattacken.

Allerdings ist man sich innerhalb der Forschung nicht einig, inwiefern Lebensmittel eine Rolle spielen. Für die einen sind nahrungsbedingte Kopfschmerzen lediglich darauf zurückzuführen, dass der Körper eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen aufweist. In der Folge kommt es zu einer Stressreaktion, die dem Körper Energie raubt. Andere sehen durchaus bestimmte Lebensmittel als Triggerfaktoren an, zum Beispiel Alkohol, aber auch Fette.

Migränepatienten wird daher häufig empfohlen, möglichst fettarm zu kochen und die leichten Varianten von Lebensmitteln zu wählen, wie Frischkäse statt Sahne oder mageren Schinken statt fetter Wurst.

Für eine gesunde Ernährung bei Migräne sollten Sie außerdem auf Ihren Flüssigkeitshaushalt achten. Wassermangel verursacht Stress, der letztendlich zu Migräne führen kann. Daher gilt es, ausreichend zu trinken – vorzugweise Wasser oder andere kalorienfreie Getränke: 1 Liter pro 30 Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

Wichtig ist ferner, regelmäßig zu essen, etwa alle drei bis vier Stunden und hierbei auf zuckerhaltige Lebensmittel und Süßigkeiten zu verzichten. Besser sind langsam verwertbare Kohlenhydrate, wie Vollkorn-Produkte sowie Gemüse und auch Obst. Dies verbessert den Stoffwechsel und regelt den sonst sehr schwankenden Blutzuckerspiegel. So können Migräneattacken verringert werden.

Nahrungsergänzung bei Migräne

Neben einer Umstellung der Ernährung bei Migräne und der traditionellen Behandlung mit Schmerztabletten, haben Mediziner in den letzten Jahren eine interessante und wirksame Therapiemöglichkeit entwickelt, die vielen Migränekranken helfen kann: Aufgrund einer Reihe von Befunden und Untersuchungen wird die Entstehung von Migräne mit einem gestörten Energiestoffwechsel im Gehirn in Zusammenhang gebracht.

Das Gute daran: Diese Störung kann vergleichsweise einfach behandelt werden, indem die fehlenden Stoffe, die in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien) gebraucht werden, wieder aufgefüllt werden. Zu diesen Schlüsselstoffen gehören die natürlichen Substanzen Magnesium, Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10.

Migravent bei Migräne

Mit Magnesium, Vitamin B2 und Q10 zur diätetischen Behandlung der Migräne

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Migränekalender: Ist die Ernährung ein Triggerfaktor?

Migräne ist nicht gleich Migräne – und genauso verhält es sich auch bei den Triggerfaktoren. Bei manchen Patienten besteht durchaus ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Migräne, während es bei anderen keine Schwierigkeiten gibt, sich dafür aber andere Auslöser feststellen lassen. Um herauszufinden, welche Triggerfaktoren Migräneattacken auslösen, empfiehlt es sich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. So können Sie Ihren Körper genau beobachten und Ihre individuellen Auslöser besser erkennen.

Und so funktioniert es: Für mehrere Wochen tragen Sie Häufigkeit und Stärke der Migräneanfälle, Essverhalten und alle anderen Faktoren, die Sie als Auslöser verdächtigen, ein. Nachdem Sie dies mehrere Wochen lang gemacht haben, kann das Kopfschmerztagebuch analysiert und persönliche Triggerfaktoren festgestellt werden.

Probieren Sie es doch am besten gleich mit dem Migränekalender aus und sehen Sie, was Ihre Auslöser sind.