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Ernährung bei Migräne

Ernährung ist ein wichtiger Triggerfaktor bei Migräne

Wissenschaftler sind der Meinung, dass das Gehirn von Migränepatienten empfindlicher reagiert als das von gesunden Menschen. Äußere und innere Einflüsse, die Migräneanfälle provozieren, werden Triggerfaktoren genannt. Auslöser für Migräne sind so verschieden und individuell wie die Menschen selber. Schlafmangel, Stress oder Wetterwechsel sind nur wenige dieser Trigger, die Migräne hervorrufen und oft einen Strich durch den geplanten Alltag machen.

Doch auch zwischen Ernährung und Gesundheitszustand gibt es einen Zusammenhang. Denn Experten sind sich sicher, dass neben den genetischen Faktoren auch die richtige bzw. falsche Nahrung einen erheblichen Einfluss auf Migräne-Attacken hat.

Ernährungstipps bei Migräne

Dunkle Schokolade und Rotwein
Bestimmte Lebensmittel sind Trigger von Migräne

Heißhungerattacken auf bestimmte Lebensmittel, wie etwa auf Schokolade oder Süßigkeiten lösen nicht die Migräne aus, sondern sind quasi nur Vorboten der Schmerzattacken. Individuell gibt es zudem Nahrungsmittel oder Stoffe, wie z. B. Alkohol, Käse oder Konservierungsstoffe, die schlecht vertragen werden.

Auch kontinuierliches Trinken ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten Ernährung. Wassermangel verursacht Stress, der letztendlich zu Migräne führen kann. Also bitte ausreichend trinken: 1 Liter pro 30 Kilogramm Körpergewicht pro Tag.

Ein weiterer Punkt sind falsche Fette. Kochen Sie möglichst fettarm und wählen Sie die leichten Varianten von Lebensmitteln, wie Frischkäse statt Sahne oder mageren Schinken statt fetter Wurst.

Wichtig ist, regelmäßig zu essen, etwa alle drei bis vier Stunden und hierbei auf zuckerhaltige Lebensmittel und Süßigkeiten zu verzichten. Besser sind langsam verwertbare Kohlenhydrate, wie Vollkorn-Produkte sowie Gemüse und auch Obst. Dies verbessert den Stoffwechsel und regelt den sonst sehr schwankenden Blutzuckerspiegel. So können Migräne-Attacken verringert werden.

Nahrungsergänzung bei Migräne

Neben der traditionellen Behandlung der Migräne mit Schmerztabletten, haben Mediziner in den letzten Jahren eine interessante und wirksame Therapiemöglichkeit entwickelt, die vielen Migränekranken helfen kann:

Aufgrund einer Reihe von Befunden und Untersuchungen wird die Entstehung von Migräne mit einem gestörten Energiestoffwechsel im Gehirn in Zusammenhang gebracht.

Das Gute daran: Diese Störung kann vergleichsweise einfach behandelt werden, indem die fehlenden Stoffe, die in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien) gebraucht werden, wieder aufgefüllt werden.

Zu diesen Schlüsselstoffen gehören die natürlichen Substanzen Magnesium, Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10.

Migravent bei Migräne

Mit Magnesium, Vitamin B2 und Q10 zur diätetischen Behandlung der Migräne

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Migränekalender: Triggerfaktoren bestimmen

Um herauszufinden, welche Triggerfaktoren Migräneattacken auslösen, empfiehlt es sich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen.So können Sie Ihren Körper genau beobachten und Ihre individuellen Auslöser besser erkennen. Manche Patienten haben keinerlei Schwierigkeiten mit Nahrungsmitteln, andere reagieren sehr stark darauf. 

Für mehrere Wochen tragen Sie Häufigkeit und Stärke der Migräneanfälle, Essverhalten und alle anderen Faktoren, die Sie als Auslöser verdächtigen, ein. Nachdem Sie dies mehrere Wochen lang gemacht haben, kann das Kopfschmerztagebuch analysiert werden und so können Sie persönliche Triggerfaktoren feststellen. Probieren Sie es doch am besten gleich mit dem Migränekalender und sehen Sie, was Ihre Auslöser sind.