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Gesundheits-Lexikon

Mikronährstoffe

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe zählen zu den Mikronährstoffen.

Unser Organismus benötigt diese essentiellen Wirkstoffe für biologische Stoffwechselprozesse. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, müssen sie regelmäßig zugeführt werden – und das in kleinen Mengen, daher auch der Name Mikronährstoffe.

Was die Wissenschaft in über 100 Jahren über eine sinnvolle Ergänzung von Nährstoffen herausgefunden hat, hilft nun, unsere Bedürfnisse in besonderen Lebensphasen zu unterstützen.

Frisches Gemüse liefert eine komplexe Menge an Vitaminen, gesunden Nährstoffen, Vitalstoffen und Mikronährstoffen
Vitamine sind lebensnotwendige Mikronährstoffe

Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige Mikronährstoffe, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, weil unser Körper sie gar nicht oder nur in geringen Mengen bilden kann (wie z.B. Vitamin B3). Sie übernehmen wichtige Aufgaben im Organismus: Zum Beispiel sorgen Sie für reibungsloses Funktionieren des Stoffwechsels, sind beteiligt an der Verwertung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Mineralstoffen und am Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen. 

Außerdem unterstützen Vitamine das Immunsystem und jedes einzelne erfüllt dabei ganz spezifische Aufgaben.

Laut Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind tatsächlich sehr viele Menschen in Deutschland nicht ausreichend mit Vitaminen versorgt. Davon betroffen: Kinder, Jugendliche und ganz besonders ältere Menschen.

Mineralstoffe

Auch Mineralstoffe oder Mineralien sind lebensnotwendig, da der Körper sie selbst nicht herstellen kann. Sie sind beteiligt bei Stoffwechsel und Wachstum und beeinflussen das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Magnesium, Calcium, Phosphor, Kalium und Natrium gehören zu den Mineralstoffen.

Kalium und Natrium regulieren den Wasserhaushalt und sind wichtig für die Muskelfunktion. Magnesium unterstützt ebenso die Muskelfunktion.

Vitamine und Mikronährstoffe fürs Immunsystem sind lebensnotwendig
Mineralstoffe und Spurenelemente

Spurenelemente

Sie spielen eine wichtige Rolle bei hormonellen und enzymatischen Reaktionen und sind außerdem in vielen Eiweißen vorhanden: die Spurenelemente. Im Gegensatz zu den Mineralien kommen sie nur in sehr geringeren Mengen, eben in Spuren, im Körper vor. Zu ihnen zählen Kupfer, Jod, Mangan, Selen, Zink und Eisen. Eisen ist unentbehrlich für die Blutbildung. Kupfer unterstützt den zellulären Energiestoffwechsel bzw. die Sauerstoffverwertung. Mangan hat eine große Bedeutung für die Bildung von Knorpel und Knochen.

Aminosäuren

Auch Aminosäuren übernehmen eine wichtige Rolle bei fast allen Körperfunktionen. Sie sind die Bausteine der körpereigenen Eiweißstoffe, bilden Hormone und sind Energielieferanten. Eingeteilt werden sie in lebensnotwendige (essentielle) Aminosäuren und entbehrliche (nicht-essentielle) Aminosäuren. Die, die der Körper nicht selbst herstellen kann, zählen zu den essentiellen. Sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Semi-essentielle Aminosäuren braucht der Körper nur in ganz bestimmten Situationen, zum Beispiel während der Wachstumsphase oder bei schweren Verletzungen, sie müssen ebenfalls mit der Nahrung aufgenommen werden. Die nicht-essentiellen Aminosäuren hingegen werden vom Körper synthetisiert oder aus anderen Aminosäuren durch Modifikation gewonnen. Bestimmte Erkrankungen können den Aminosäurestoffwechsel so sehr beeinträchtigen, dass auch die eigentlich nicht-essentiellen Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Einen speziellen Stellenwert nimmt die Aminosäure L-Arginin ein. Sie ist ein echtes Multitalent: L-Arginin gilt als durchblutungsfördernd, gefäßschonend und ist verantwortlich für die gesunde Funktion zahlreicher Immunsystemzellen. Außerdem übernimmt die Aminosäure Schlüsselaufgaben bei der Entgiftung.

Mikronährstoffe von Orthoexpert sind Mikronährstoff-Kombinationen
Aminosäuren
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe schützen die Pflanze einerseits gegen Schädlinge. Andererseits locken sie pollenverbreitende Insekten mittels Farb- und Duftstoffen an. Doch sie sind nicht nur für Pflanzen von großer Bedeutung. Im Vergleich zu den primären Pflanzenstoffen (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe), dienen Sekundäre Pflanzenstoffe unserem Organismus nicht als Nährstoff. Dennoch sind sie äußerst wertvoll: Sie stärken das Immunsystem, schützen den Körper vor gefährlichen freien Radikalen und helfen dabei, Viren und Bakterien zu bekämpfen.

Über genaue Funktionsweise und notwendige Mengen, um die Schutzfunktion durch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe zu gewährleisten, ist bisher noch relativ wenig bekannt.

Zu den prominentesten Vertretern gehören die Carotinoide und Flavonoide. Während Carotinoide in orangefarbenen und roten Früchten und Gemüse vorkommen, sind Flavonoide u.a. in Zitrusfrüchten und blauen Früchten wie Heidelbeeren, blauen Trauben und Kirschen zu finden.