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Gesundheits-Lexikon

Magnesium bei Migräne (hochdosiertes Magnesium)

Neben der traditionellen Behandlung der Migräne mit Schmerztabletten, haben Mediziner in den letzten Jahren eine interessante und wirksame Therapiemöglichkeit entwickelt, die vielen Migränekranken helfen kann: Aufgrund einer Reihe von Befunden und Untersuchungen wird die Entstehung von Migräne mit einem gestörten Energiestoffwechsel im Gehirn in Zusammenhang gebracht.

Das Gute daran: Diese Störung kann vergleichsweise einfach behandelt werden, indem die fehlenden Stoffe, die in den Kraftwerken der Zellen (Mitochondrien) gebraucht werden, wieder aufgefüllt werden.

Zu diesen Schlüsselstoffen gehören die natürlichen Substanzen Magnesium, Vitamin B2 (Riboflavin) und Coenzym Q10.

Magnesium + Vitamin B2 (Riboflavin) bei Migräne

In der Migränetherapie ist die Kombination von Magnesium und Vitamin B2 (Riboflavin) effektiver als die Einnahme nur einer dieser Substanzen, so zeigen es Untersuchungen und langjährige Erfahrungen. Während Magnesium die Übererregbarkeit des zentralen Nervensystems bei Migränepatienten mindert, zielt hochdosiertes Vitamin B2 auf eine Verbesserung des Energiehaushaltes insbesondere von Nervenzellen. Als dritter Schlüsselstoff im Energiestoffwechsel des Gehirns gilt zudem Coenzym Q10.

Durch die Einnahme von hochdosiertem Vitamin B2, Magnesium und Coenzym Q10 kann der Energiestoffwechsel im Gehirn verbessert und die Häufigkeit von Migräneanfällen und Migränetagen gesenkt werden.

Wichtig ist, dass die genannten Wirkstoffe dem Organismus in ausreichend hoher Konzentration zugeführt werden.

Mit einem Multivitamin-Präparat oder allein durch ausgewogene Ernährung ist es Migränepatienten nicht möglich, ihr spezifisches Defizit an Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 auszugleichen.

Migravent (zur diätetischen Behandlung der Migräne, Apotheke) ist auf den speziellen Bedarf von Migränepatienten abgestimmt, unterstützt den Energiestoffwechsel und gleicht den Mangel im Gehirn aus.

Migravent bei Migräne

Mit Magnesium, Vitamin B2 und Q10 zur diätetischen Behandlung der Migräne

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Magnesium wirkt entkrampfend und entspannend bei Migräne

Der Mineralstoff Magnesium hat sich in der Migränetherapie bewährt, weil er das Nervensystem stabilisiert. Denn generell leiden Migränepatienten an einer Übererregbarkeit des Nervensystems; das zeigt sich nicht nur an der Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit während einer Migräneattacke, sondern auch in der schmerzfreien Zeit.

Als eine mögliche Ursache für die Übererregbarkeit werden erniedrigte Magnesiumspiegel im zentralen Nervensystem angesehen. Stressempfindlichkeit, Müdigkeit, Nervosität oder Migräne können Anzeichen für einen Magnesium-Mangel sein.

Magnesium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff und hat einen engen Bezug zum Muskel- und Nervensystem. Es ist an mehr als 300 Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Magnesium beeinflusst Botenstoffe im Gehirn, die bei der Migräne eine Rolle spielen. Es dämpft die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, wirkt krampflösend, entspannend und hemmt Entzündungsstoffe. Wichtige Magnesiumquellen in der Nahrung sind Vollkornprodukte (Hirse, Amaranth, Roggen), Samen und Nüsse (Weizenkeime, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne), grünes Blattgemüse, Salate und Kakao. Über die Nahrung allein lässt sich die erforderliche Menge an Magnesium allerdings für eine Migränebehandlung nicht erreichen.

Niedriger Magnesiumspiegel bei Migränepatienten

Nachgewiesen ist, dass Magnesium die Übererregbarkeit des zentralen Nervensystems bei Migränepatienten mindern kann. Tatsächlich weisen Migränepatienten häufig niedrige Magnesiumspiegel im Gehirn sowie im Blut auf. Zahlreiche Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang von Migräneattacken mit einem Defizit an Magnesium.

Nebenwirkungen von hochdosiertem Magnesium sind weicher Stuhl bis hin zu Durchfall. Menschen mit einem sensiblen Darm sollten die Magnesiumdosis daher langsam steigern.

Auch in der Schwangerschaft ist Magnesium zur Migränevorbeugung erlaubt; die Einnahme sollte aber nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Vitamin B2 verbessert den Energiestoffwechsel

Vitamin B2 spielt im Körper eine zentrale Rolle. Das lebenswichtige Vitamin (z.B. in Milch, Seefisch, Brokkoli, Kohl und Vollkornprodukten) und Co-Enzym der Atmungskette kann den Energiestoffwechsel im Gehirn verbessern. Es greift an zentraler Stelle in die Energiegewinnung ein und steigert den Energiestoffwechsel der Zell-Kraftwerke, die sogenannten Mitochondrien. Außerdem erfüllt Vitamin B2 Aufgaben im Eiweiß- und Energiestoffwechsel. Wandelt der Körper zum Beispiel Glukose oder Fettsäuren in Energie um, benötigt er dafür unter anderem Vitamin B2. Der durchschnittliche Tagesbedarf liegt bei einem bis zwei Milligramm. Zur Behandlung der Migräne werden jedoch viel höhere Dosierungen (bis zu 400 mg täglich) eingesetzt.