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Gesundheits-Lexikon

Hormonelle Migräne (Menstruelle Migräne, Migräne bei Periode)

Die Menstruation mit dem monatlichen Auf und Ab der Hormone begleitet eine Frau beinahe ein halbes Leben lang. Schwankungen im körperlichen Bereich sind dabei ganz natürlich. Von einer hormonellen Migräne (menstruellen Migräne) spricht man, wenn die Migräneanfälle ausschließlich ein bis zwei Tage vor Einsetzen der Periode auftreten.

Etwa jede siebte Frau kennt dieses Phänomen, das vermutlich mit dem stark fallenden Östrogenspiegel kurz vor der Menstruation in Zusammenhang steht, nachdem zuvor die Östrogenproduktion auf deutlich höherem Niveau lag. Auf diesen plötzlichen Hormonabfall reagieren viele Frauen intensiv, ob mit Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen, Müdigkeit oder eben auch Kopfschmerzen und Migräne.

Migränetagebuch über drei Monate führen

Betroffene Frauen sollten ein Migränetagebuch über mindestens drei Menstruationszyklen führen, um hormonelle Zusammenhänge zu dokumentieren und mit der Ärztin zu besprechen. Als Akutschmerzmittel werden bei hormoneller Migräne die klassischen Substanzen wie Ibuprofen oder ASS eingesetzt.

Bei unzureichender Wirkung dieser einfachen Schmerzmittel folgt der Einsatz von Triptanen, gegebenenfalls in Kombination mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie z.B. dem Wirkstoff Naproxen. Allerdings berichten Frauen vielfach, dass die Migräneattacken mit dieser Behandlung lediglich unterdrückt werden und zu einen späteren Zeitraum erneut auftreten.

Migräneprophylaxe bei hormoneller Migräne

Entsprechend dem Leidensdruck ist auch eine spezielle Form der Migräneprophylaxe, eine Kurzzeitprophylaxe der menstruellen Migräne möglich.

Substanzen wie Naproxen (2 x 500 mg) werden dazu fünf Tage vor und während der Menstruation gegeben, oder Triptane wie Naratriptan oder Sumatriptan über fünf bis sechs Tage in Folge.

Gute Erfahrungen gibt es auch mit einer Kurzzeitprophylaxe mit den drei natürlichen hochdosierten Schlüsselstoffen Magnesium 600 mg, Vitamin B2 400 mg und Coenzym Q10 mit 150 mg täglich (in Migravent) über eine Woche vor Einsetzen und während der Menstruation. Nach dieser Zeit wird das Präparat bis zum nächsten Zyklus wieder abgesetzt.

Bei Frauen, die aktuell keinen Kinderwunsch haben, kann eine hormonelle Behandlung helfen. Durch eine durchgehende Empfängnisverhütung mit einer kontinuierlichen Hormongabe kann ein relativ stabiler Östrogenspiegel geschaffen werden.

Dabei wird beispielsweise die Pille durchgängig mehrere Monate eingenommen, ohne Einlegen einer Pause. In dieser Zeit tritt dann auch keine Regelblutung ein. Einige, aber nicht alle Frauen, können auf diese Weise ihre menstruelle Migräne bessern.

Migravent bei Migräne

Mit Magnesium, Vitamin B2 und Q10 zur diätetischen Behandlung der Migräne

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